Die Zeitqualität der Rauhnächte

Es gibt viele verschiedene Ansätze und Überlieferungen rund um Zeitqualitäten wie die der Rauhnächte. Alte Bräuche und Traditionen aus vergangenen Zeiten werden heute wiederbelebt und in unsere Zeit eingewoben bzw übersetzt.

Grundsätzlich sind die Rauhnächte 12 Nächte „zwischen den Jahren“.
Jede Nacht ist symbolisch einem Monat im neuen Jahr zugeordnet.
1. Nacht – Januar, 2. Nacht – Februar usw.

Die Rauhnachtszeit ist schon ab dem Herbst spürbar.
Erntezeit. Danach zieht sich die Natur in ihr Inneres zurück und ruht, um im Frühjahr wieder neu zu erblühen.
Genauso können wir diese Jahreszeit nutzen, um unsere Energie liebevoll nach Innen zu richten und uns Ruhe, Entschleunigung und Rückschau gönnen.

Am 21. Dezember ist die Wintersonnwende, der dunkelste Tag des Jahres.
Ab diesem Tag, bis zum 21.Juni (Sommersonnwende) legt das Licht Tag für Tag etwas mehr an Kraft zu. Mit dem 21.12 wird sozusagen die Geburt des Lichts eingeleitet.
Die Tage fühlen sich dunkel an und vielleicht auch schwer.
Alte Themen klopfen nochmal an und wollen uns das Tor zur Heilung aufzeigen.

♡ Vielleicht hast Du das Bedürfnis nach Stille, machst es Dir muckelig und ziehst Dich zurück (in Dein Inneres) – in die Regeneration, genauso wie die Natur es macht. ♡

Wir kuscheln uns ein und genießen das Licht, in Form von Kerzenschein oder natürlich unser ureigenes inneres Licht.
Und da ist dieses zarte hoffnungsvolle Gefühl.
Dieser Hauch, der uns „das Neue“ ankündigt.

Ab dem 21.12. beginnt dann die „heiße Phase“ der Rauhnachtszeit.

Wann beginnen die Rauhnächte?

Es gibt verschiedene Zählweisen und Ansätze, wann Du die zwölf Nächte zelebrieren kannst.
Manche beginnen mit dem 21.12 (bis zum 2.1), andere beginnen am 24.12 …
Auch hier kannst Du ganz nach Deinem Gefühl und Deinem Empfinden gehen.

Ich habe für mich die Zählweise ab dem 25.12 bis zum 6.1 gewählt.
Ich mag die Idee von sechs Nächten im alten und sechs Nächten im neuen Jahr 🙂
(Übrigens wird jede „Nacht“ von 0Uhr bis 24Uhr gezählt. Das kommt aus dem keltischen Jahreskreis,
denn danach befinden wir uns zu dieser Jahreszeit in der „Jahresnacht“.)

Ich empfinde die Zeitqualität der Rauhnächte als eine liebevolle Einladung hin zum Genuss,
zur Ruhe und zur Neu-Ausrichtung.
Abstand gewinnen, betrachten und ggf an den ein oder anderen Stellschrauben
des Lebens zu drehen, um zB Genuss und Ruhe auch über das Jahr verteilt zu zelebrieren.
Raum schaffen für das oben genannte Neue.
Es gibt hier keinen Grund für Anstrengung, es geht um‘s Zulassen,
um‘s Empfangen und darum, sich selbst von den Energien
(und dem Universum) beschenken zu lassen.

Eine wunderbare Zeit für Reflexion, für die eigenen Wünsche und die Vision für’s neue Jahr.

Die Rauhnächte als Zeit des Loslassens und Beobachtens – die Vorbereitung darauf das, was in Dir wohnt und zum Ausdruck gebracht werden will, ins Außen zu transportieren!

 

„Eine andere Zeit“ „Ein Loch in der Zeit“ „Zeit zwischen den Jahren“
All das sind Ausdrucksweisen, vielmehr jedoch fein spürbare
Energien, die uns zum Jahreswechsel begegnen.

Eine Zeit, in der die geistige Welt, also das Unsichtbare noch näher
und spürbarer zu sein scheint.
Eine Qualität, die Reinigung und Frische in unsere Leben bringen kann.

Festlich, mystisch, magisch – es gelten irgendwie andere „Regeln“.

Wie kannst Du die Rauhnächte für Dich nutzen?

Atme tief ein und wieder aus.
Schließe für einen Moment Deine Augen.
Spür Dich. Da, wo Du gerade bist. Nimm Dich wahr.
Atme.
Wie fühlst Du Dich?
Möchtest Du die Rauhnächte dieses Jahr auf Deine ureigene Weise und in Deinem Rhythmus nutzen?

♡ Welchen Rahmen möchtest Du für Dich kreieren während dieser Zeit?
(Vielleicht ist Dir danach, jeden Tag eine halbe Stunde ganz für Dich zu sein.)
♡ Möchtest Du mit Deinen Liebsten gemeinsam zelebrieren?

♡ Wofür möchtest Du Dir Zeit nehmen?
(Spaziergänge, Bewegung, Meditiation, Journaling, Karten legen, …)

♡ Stelle Dir und Deinem Leben Fragen – offene Fragen.
Erlaub Dir, dass Dir Dein Leben die Antworten auf eine leichte Weise präsentiert – vielleicht auf eine ganz unerwartete Weise.
Du kannst auch über die Fragen meditieren, kreatives Schreiben praktizieren, etc

♡ Du kannst Deine Träume beobachten und Dir Notizen dazu machen
♡ Du kannst – vielleicht zusammen mit Deinen Liebsten – ein Wunschritual zelebrieren
♡ Du kannst Loslassen praktizieren und Vergebung

♡ Du kannst auch in Deinem Wohnraum Raum schaffen und loslassen
zB liegengebliebene Projekte etc abschließen
(vor allem in der Zeit vor den Feiertagen)

♡ Du kannst Deine Räume energetisch einstimmen und reinigen
Das Element Feuer steht für Vernichtung und Leben spenden.
Du kannst es in sämtlicher Form in die Zeit integrieren
zB durch Lagerfeuer, Räuchern mit Räuchermischungen (Weihrauch, Salbei und Reinigungsmischungen) uvm.

Es gibt unendliche viele Wege, Möglichkeiten und Rituale, die Du entdecken kannst.
Ich lade Dich ein, kreativ zu werden – finde DEINEN Weg.
DEINEN Weg des Wünschens, DEINEN Weg des Loslassens, DEINEN Weg der Innenschau <3

Ich wünsche Dir von Herzen viel Freude, eine schöne Weihnachtszeit und einen sanften Jahreswechsel. ♡

In Verbundenheit, Daniela

Wenn Du Dir eine Begleitung durch die Rauhnächte wünschst - hier entlang ♡

Quellen:

„Die Rauhnächte als Quelle der Ruhe und Kraft“ von Vera Griebert-Schröder und Franziska Muri // Daniela Hutter > ihre Arbeit über Zeitqualität (www.danielahutter.com) + „Lass Deine Träume wahr werden mit den Energien der Rauhnächte“

und zum Schluss:
Meine eigenen Erfahrungen, Erzählungen meiner Lehrerin (Kinesiologie) und diverse Texte, die ich im Laufe der letzten Jahre gelesen habe.